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„Voting Advice Application“ der Bundeszentrale für politische Bildung

Wahl-O-Mat: Kennste, oder?

Alle Jahre wieder haben Bürgerinnen und Bürger die Qual der Wahl: Welcher Partei, welchem Kandidaten die Stimme geben? Unterstützung bietet hier seit 2002 der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), der einige Wochen vor dem jeweiligen Wahltermin im Bund oder in den Ländern auf vielen Webpräsenzen von Medien und als App auftaucht. Die „Voting Advice Application“ basiert auf dem niederländischen „StemWijzer“, entwickelt vom dortigen Instituut voor Publiek en Politiek, und wurde bislang als Wahlhilfe bei allen Bundestagswahlen, mehr als zehn Landtagswahlen und den Europawahlen 2004 und 2009 eingesetzt und bis Mai 2017 über 50 Millionen Mal genutzt.

Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?

Der Wahl-O-Mat ist ein Frage-und-Antwort-Tool, das zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. Rund 30 Thesen können jeweils mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ beantwortet werden. Abschließend kann man beliebig vielen Thesen doppeltes Gewicht geben. Anhand der Antworten wird dann der Grad der Übereinstimmung mit den Parteien errechnet.

Wie entsteht der Wahl-O-Mat?

Die Fragen des Wahl-O-Maten werden von Jungwählern zusammengestellt und richten sich vorrangig auch an diese Zielgruppe. So wurde der Fragenkatalog für die Bundestagswahl 2013 von einem Redaktionsteam aus 25 Jungwählerinnen und Jungwählern im Alter von 18 bis 26 Jahren aus allen Teilen der Bundesrepublik entwickelt. Den Fragenkatalog erhalten dann alle zur Wahl zugelassenen Parteien zur Beantwortung, die autorisierten Antworten der verschiedenen Parteien werden in einer Datenbank gesammelt, die dann als Vergleichsgrundlage für die Wahl-O-Mat-Nutzer-Angaben dienen.

Wer nutzt den Wahl-O-Mat?

Die begleitende Wahl-O-Mat-Forschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat herausgefunden: Die Mehrheit der Wahl-O-Mat-Nutzer ist männlich, ein Drittel der Wahl-O-Mat-Nutzer ist unter 30 Jahre alt. Von Hundert Wahl-O-Mat-Nutzern geben zwischen 10 und 20 Nutzer an, nicht politisch interessiert zu sein. Drei Viertel aller Wahl-O-Mat-Nutzer besitzen einen Universitäts-/Hochschulabschluss, Abitur oder die Fachhochschulreife, und zwischen fünf und 15 Prozent der Wahl-O-Mat-Nutzer sind selbst Mitglied einer politischen Partei.

Wahl-O-Mat – und dann?

Und was hat das Wahl-O-Mat-Ergebnis jetzt zu bedeuten? Ob man eine bestimmte Partei wählen sollte oder nicht, will und kann der Wahl-O-Mat nicht beantworten. Er kann nur erste Informationen zur Wahl und den Parteien geben, deswegen ganz klar: ein Wahl-O-Mat-Ergebnis ist keine Wahlempfehlung für eine Partei, sondern vielmehr ein Startpunkt, um sich noch besser über die zur Wahl stehenden Parteien zu informieren. Ende

Mehr Infos gibt’s hier.

 
     
Welche Partei passt zu Dir? Die Antwort auf diese Frage soll möglichst der Wahl-O-Mat geben – der entsprechende Fragenkatalog an die Parteien wird jeweils mit jungen Wählern in Workshops ermittelt.

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