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Leseempfehlungen

Fünf Bücher, auf die wir uns im Frühjahr 2021 freuen können

Clubs, Kinos und Einkaufszentren geschlossen: Um die Corona-Pandemie einzudämmen steht das öffentliche und soziale Leben still. Das ist eine gute Gelegenheit, um ein Buch zu lesen. Wer nichts mehr im Regal stehen hat, kann beim lokalen Buchhandel fündig werden, der weiterhin geöffnet hat. Wir stellen fünf Bücher vor, die in den nächsten Wochen erscheinen und vielversprechend klingen.

 

„Kamala Harris: Die Biografie“
von Dan Morain

Sie wollte Präsidentin werden und ist „nur“ Vizepräsidentin geworden – und doch ist Kamala Harris ein Vorbild und die Hoffnung vieler, vor allem schwarzer Amerikanerinnen. Dan Morain schreibt über ihren Weg zur mächtigsten Frau im Land, auf dem der Journalist sie viele Jahre lang begleitet hat. Er zeigt auf, was es für sie bedeutete, als Tochter einer Inderin und eines Jamaikaners im Kalifornien der 60er- und 70er-Jahre aufzuwachsen. Außerdem erfährt man wie Harris erst Attorney General von Kalifornien, dann US-Senatorin und schließlich Vizepräsidentin an der Seite von Joe Biden wurde. Die erste deutschsprachige Biografie über Kamala Harris erscheint am 25. Januar 2021 im Heyne Verlag.

     
 

„Abschied von Hermine“
von Jasmin Schreiber

Letztes Jahr stieg ihr Debüt-Roman “Marianengraben” auf Platz 13 der SPIEGEL-Bestsellerliste ein. Die Corona-Pandemie hat Jasmin Schreiber genutzt, um im Frühjahr 2021 mit einem neuen Buch nachzulegen. Darin erzählt sie anhand ihres verstorbenen Hamsters Hermine, wie wir auf die Welt kommen, was Altern eigentlich ist und was passiert, wenn wir sterben. Das Buch führt an der Pfote eines kleinen Hamsters humorvoll durch ein schweres Thema. „Abschied von Hermine“ erscheint am 29. März 2021 bei Goldmann.

     
 

„Mit Hitler reden“
von Tim Bouverie

Wie soll sich eine demokratische Gesellschaft gegenüber einem anschwellenden Autoritarismus verhalten? Der Historiker Tim Bouverie beschreibt ein besonders dramatisches Beispiel: den Umgang Großbritanniens mit Hitler. Der Historiker stellt den langsamen Erkenntnisprozess während der 1930er Jahre eines politischen Establishments dar, das lange unsicher war, wie es mit Deutschland und dessen politischen Provokationen, zum Beispiel der Rheinlandbesetzung, umgehen sollte. Es ist eine historische Analyse und gleichzeitig ein Lehrstück über die Herausforderung, die autoritäre Figuren für Demokratien darstellen.
Für die deutsche Ausgabe schreibt Bouverie ein Vorwort, das die aktuelle Lage in Europa in seinen historischen Kontext setzt. „Mit Hitler reden - Der Weg vom Appeasement zum Zweiten Weltkrieg“ erscheint am 26. Januar 2021 im Rowohlt Buchverlag.

     
 

„Das Privileg“
von Mary Adkins

Auf dem Campus einer Südstaaten-Universität kreuzen sich die Lebenswege dreier Frauen. Die schüchterne Annie stammt aus einer Kleinstadt und blüht an der renommierten Carter University auf. Bea studiert Jura und hat als Tochter einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters früh gelernt, dass Recht nicht unbedingt Gerechtigkeit bedeutet. Stayja arbeitet als Kellnerin im Campus-Café. Seit ihre Mutter erkrankt ist, reicht das Geld kaum, um die Miete zu bezahlen.
Ihre Schicksale verbinden sich auf unerwartete Weise durch die Begegnung mit dem wohlhabenden Studenten Tyler Brand. Tyler, der bei Stayja täglich so charmant seinen Kaffee kauft; der Annie auf einer Party sexuell genötigt haben soll; und von Bea juristisch beraten wird.
Ein kraftvolles Buch über Mut und #MeToo und drei junge Frauen in einer Welt, die nicht für sie gemacht ist. „Das Privileg“ erscheint am 26. Januar 2021 im Kindler Verlag.

     
 

„Radikale Zärtlichkeit“
von Şeyda Kurt

What is love? Ist die Liebe Sinn des Lebens, eine politische Allianz, Illusion oder Selbstzweck? Oder ist sie gar unmöglich, weil wir uns zwischen Zukunftsängsten, überhöhten Ansprüchen und diskriminierenden Strukturen völlig zerreiben?
Şeyda Kurt nimmt die allzu vertrauten Liebesnormen im Kraftfeld von Patriarchat, Rassismus und Kapitalismus auseinander – und erforscht am Beispiel ihrer eigenen Biografie, wie traditionelle Beziehungsmodelle in die Schieflage geraten, sobald sicher geglaubte Familienbande zerbrechen und hergebrachte Wahrheiten in Zweifel geraten. Denn Liebe existiert nicht im luftleeren Raum. Sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft.
„Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist“ erscheint am 20. April 2021 bei HarperCollins. Ende

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